Vermittlung, Erwerb und Nachweis besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in dem unterschiedlichen Therapieansatz der Homöopathie,
der Indikationsstellung für eine Homöopathie, der homöopathischen Lehre der akuten und chronischen Krankheiten,
der Dokumentation einer Mindestzahl eigener Behandlungsfälle und der Arzneidiagnose an vorgegebenen Krankheitsfällen.
Die sechs Wochenkurse werden sowohl von Verbänden wie auch von Privatorganisatoren angeboten; es ist dringend zu empfehlen,
sich vorab über die Anerkennung des Kurses bei der zuständigen LÄK zu informieren. Die dreijährige
praktische Ausbildung kann auch über homöopathische Arbeitskreise erfolgen, deren Leiter zur Ausbildung
ermächtigt sein müssen. Darüber hinaus bieten die genannten Veranstalter auch spezielle Fortbildungskurse an mit
unterschiedlicher Thematik und Schwerpunkten.
Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat etwa 2000 Mitglieder; er veranstaltet den
Jahreskongreß traditionell an Christi Himmelfahrt, während die Landesverbände regionale
Fortbildungsveranstaltungen anbieten.
Spezielle Weiterbildungsangebote bestehen auch für Zahn- und Veterinärmediziner u. a. in Freudenstadt und Baden-Baden.
An sämtlichen Universitäten werden fakultative Homöopathie-Seminare für Medizinstudenten angeboten; deren
Sprecher treffen sich zweimal jährlich beim Wilseder-Studentenforum, ebenfalls eine Initiative der Karl-und-Veronica- Carstens-Stiftung.
Für die Apothekerschaft hat das Fortbildungsangebot gerade in den letzten Jahren erheblich zugenommen; es wird von den
meisten Landesapothekenkammern als Einzelveranstaltung angeboten. Die LÄK Baden-Württemberg führt bereits seit
1985 eine strukturierte Fortbildung zur Homöopathie durch. Außerdem wird von verschiedenen LÄKs im Rahmen der
Weiterbildung im Gebiet "Offizin-Pharmazie" das Thema "Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen unter besonderer
Berücksichtigung der Homöopathie" angeboten.